Stress

Stress, Stressreaktionen und Frühanzeichen

Der Begriff Stress bedeutete „Anspannung, Verzerrung, Verbiegung“ und wurde ursprünglich in der Materialprüfung angewendet. Der Mediziner Hans Seyle übertrug 1950 den Begriff Stress in der Biologie. Er sagte, dass Lebewesen genauso wie Materialien Belastungen und Anspannungen ausgesetzt sind.

Stress ist ein mit negativen Gefühlen verbundener Spanungszustand in einer Situation, die einer Person wichtig ist.
Er entsteht aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen Anforderungen und persönlichen Handlungsmöglichkeiten.

Verschiedene Dinge können Stress auslösen z.B. Prüfung, Überforderung, bestimmte Verkehrsteilnehmer oder Kunden, oder ein Objekt z.B. flimmernde Neonröhre, falsche Kommunikation.
Diese Stressauslöser nennt man auch Stressoren.

Hier kurzes Kostenlosen Video...

Dieses gratis Arbeit und Gesundheit Video wurde mit 5/5 Sternen bewertet.

Jede Person hat ihre eigenen Stressoren, also Dinge die sie als bedrohlich oder unangenehm wahrnimmt. Was die eine Person stresst, bringt eine andere Person kaum aus der Ruhe. Das erleben von Stress ist also sehr individuell.

Es ist abhängig vom Erfahrungsschatz einer Person, ihren Fähigkeiten und davon, was dieser Person wichtig ist. Kann eine Person eine Aufgabe aufgrund fehlender Fähigkeiten nicht bewältigen, löst das bei ihr erst dann Stress aus, wenn ihr die Situation wichtig ist. Ebenso löst eine Situation bei einer Person keinen Stress aus, wenn ihr zwar die Situation wichtig ist, sie sich den Anforderungen jedoch gewachsen fühlt.

Stress löst verschiedenartige Reaktionen (Symptome) aus. Diese können sich körperlich, gedanklich, gefühlsmäßig und im Verhalten einer Person zeigen
z.B. Leistungsschwankungen, Flüchtigkeitsfehler, sozialer Rückzug, Bauch-Kopfschmerzen, Verspannungen, Verkrampfungen, Schlaflosigkeit, Kältegefühl, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Gedankenkreisen, Gedächtnisprobleme, Ängstlichkeit, Unsicherheit, Nervosität, Hilflosigkeit, Gereiztheit und Dünnhäutigkeit.
Stresssymptome sind sehr individuell. Nicht jede Person reagiert gleich unter Stress. Während die eine Person z.B. unter Stress „kaum mehr einen Bissen herunter bekommt“, leidet die andere unter ständigem „ Kohldampf“.

Obwohl das Erleben von Stress sehr unangenehm sein kann, erfüllt dieser Spannungszustand und die damit verbundenen akuten Stressreaktionen eine Überlebenswichtige Funktion. Wie es ist stellt sich unser Organismus unter Stress darauf ein, zu kämpfen, zu fliehen oder sich tot zu stellen er aktiviert eine Art Überlebungsprogramm.

Akute Stressreaktionen sind also durchaus sinnvoll. Wird der Stress und das Stresserleben jedoch chronisch, kann das zu gesundheitlichen Folgen Führen

z.B.
    Organ                     Akute Reaktion                   Chronische Folgen

1. Herz-Kreislauf                              Puls und Blutdruck steigen                         Hypertonie Herzrhythmusstörung.
2. Atmungsorgane                           Atmung schnell & oberflächlich
3. Magen- Darm                                Verlangsamung/Stopp                                  Verstopfung, Blähung, Flatulenz
4. Leber                                             Blutzucker steigt                                           Blutzucker steigt
5. Haut                                               blass, schweißig                                            chronische Hauterkrankungen
6. Uro-Genitalsystem                                                                                               Stopp Impotenz, Zyklusstörungen
7. Gehirn                                            Fokussierung „Tunnelblick“                        Konzentrationsschwäche
8. Bewegungsapparat                      Muskelspannung steigt                                Muskelverspannungen
9. Blutgerinnung                               Gerinnung wird aktiviert                              Gehäufte Infarkte, Thrombosen

Um chronischen Stress vermeiden zu können, ist es wichtig, seine eigenen Frühanzeichen zu kennen.

  • Körper: wird schwächer und schneller müde
  • danken: fehlt die Konzentration und wird sehr schnell abgelenkt
  • Verhalten: Gehirn kann Körper nicht mehr steuern
  • check
    Gefühle: Negativ und unter Stress