Wenn Arbeit krank macht

Wenn Arbeit krank macht

Unsere Arbeitswelt hat sich in den vergangenen fünfzig Jahren stark verändert.
U.a. haben sich auch die beruflichen Tätigkeiten verändert.

Während zur Zeit unserer Großeltern die meisten Personen körperliche Arbeit verrichteten (Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe), sind heute fast drei Viertel der Menschen im Dienstleistungssektor Tätig.

Der Dienstleistungssektor zeichnet sich durch hohe Kundenorientierung aus. Personen, die in diesen Sektor tätig sind müssen ihre Kundschaft zufriedenstellen.
Sie müssen stets freundlich sein und selbst dann lächeln, wenn Kunden unhöflich werden, ganz nach dem Motto „der Kunde ist König“.

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Dieses permanente Aufbringen von Positiven von positiven Emotionen selbst in Situationen, in denen einem eher zum Schimpfen oder Weinen zu Mute ist nennt man Emotionsarbeit.
Emotionsarbeit kann längerfristig krank machen.

Der menschliche Körper hat über Jahrtausende gelernt, dass es überlebensnotwendig ist, in Stress Situationen Energie bereitzustellen.
Wenn z.B. ein Höhlenmensch von einem gefährlichen Tier bedroht wurde, hat sich sein Körper innert Sekunden darauf eingestellt, zu kämpfen, vor der Gefahr zu flüchten oder sich tot zu stellen. Dieser Mechanismus ist uns Menschen heute noch inne.
Wenn wir Stress erleben z.B. bei Auseinandersetzungen mit unfreundliche Kundschaft, stellt sich unsere Körper heute noch auf Kampf und Flucht ein.
Er stellt dafür Energie bereit. Diese kann aber nicht mehr gleichermaßen abgebaut werden wie zur Zeit des Höhlenmenschen. Denn zuschlagen oder davonrennen sind im Berufsalltag von Dienstleistern unangebrachte Reaktionen.